Festivalprogramm
W.I.R. erzählen den Osten
– IN ALL SEINEN FACETTEN
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Endlich ein ostdeutsch-postmigrantisches Filmfestival:
Das Werdauer Filmfest “Kino Central” bringt Geschichten auf die Leinwand, die den Osten neu erzählen.
Vom 8. – 11. Oktober 2026 verwandelt sich die Alte Tuchfabrik in Werdau in einen Kinosaal – und noch viel mehr.
Das Festival wird für alle Besucher:innen komplett kostenfrei sein.
Vision
Das Werdauer Filmfest Kino Central erzählt den Osten, wie er war, ist und sein kann – in all seinen Facetten – und schafft einen zugänglichen Ort, an dem Geschichten von und aus dem Osten ein Zuhause, eine Leinwand und eine Utopie finden. Es eröffnet neue Perspektiven auf einen Osten, der bislang unerzählt blieb. Es verbindet Menschen durch gemeinsame Filmerlebnisse und wirkt zugleich als Talentschmiede für junge Filmemacher:innen. Dabei versteht sich Kino Central als zentraler Begegnungsort für ostdeutsche und postmigrantische Filmkultur – ein Raum für Austausch, Perspektivwechsel und gelebte Gemeinschaft.
Mission
Das Werdauer Filmfest “Kino Central” setzt Impulse für eine lebendige Kinokultur in der Region. Es bringt Menschen zusammen, die sonst nicht miteinander in Kontakt kommen würden. Durch kostenlose, niedrigschwellige Angebote schafft das Festival Raum für Austausch und baut Vorurteile ab. Mit Filmen von und aus ostdeutschen und postmigrantischen Perspektiven entsteht ein Ort, an dem Menschen zusammen- und ins Gespräch kommen, voneinander lernen und neue Sichtweisen auf ihr eigenes Leben und die Welt entwickeln.
Wer steckt hinter dem Festival?
Das Werdauer Filmfest “Kino Central” wird organisiert von der Werdauer Initiative gegen Rassismus e.V. (kurz W.I.R.).Wir sind ein Kreis aus Freund:innen, die in Werdau und anderen Orten in Sachsen aufgewachsen sind. Seit zehn Jahren organisieren wir kulturelle Veranstaltungen und Begegnungen für Jung und Alt in Werdau und Zwickauer Land. Unser Wunsch ist es, Menschen durch unsere Events zusammenzubringen und zu einem Kulturangebot beizutragen, das wir selbst in unserer Jugend vermisst haben.
Warum Kino Central?
Das “Kino Central” war lange eine fest verankerte kulturelle Institution in Werdau und galt sogar als eines der schönsten Lichtspielhäuser Sachsen (mit Kinositzen, die ursprünglich mal für das Bolschoi-Theater in Moskau bestimmt waren!). 1929 im Bauhaus-Stil errichtet, bot das “Kino Central” Platz für mehr als 600 Besucher:innen. Jahrzehntelang wurde dieser besondere Ort nicht nur für Kinovorführungen, sondern auch für Theater- und Musikveranstaltungen, Jugendweihen sowie Partei- und Gewerkschaftsversammlungen genutzt. In den 1960er-Jahren existierte im Obergeschoss sogar mal eine Kaffee-Bar. Einige Zeit Ende der 1960er-Jahre bis Mitte der 1970er-Jahre war das Kino Schauplatz eines Jugendfilmclubs. Hier wurden von Gründer und Veranstalter Dietmar Ladewig regelmäßig Veranstaltungen für die Jugend organisiert – darunter klassische Filmabende oder auch Filmdiskotheken, bei denen Hits zum Tanzen gespielt und in den Pausen Trickfilme gezeigt wurden. Kurz nach 1990 musste das Kino Central endgültig seine Türen schließen. Seitdem ist das Gebäude immer noch denkmalgeschützte mit den Figuren der Göttin der Künste Thalia an der Fassade mehr und mehr verfallen. Heute befindet es sich im Besitz eines Privateigentümers … die Zukunft des Kinos? Ungewiss.
Wir möchten die alten Fassaden wieder in altem neuem Glanz erstrahlen lassen. Mit einer Hommage an das “Kino Central” bringen wir Filmkunst in die Alte Tuchfabrik – und damit zurück nach Werdau.



